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Der Wettbewerb im Energiemarkt verschärft sich: Vergleichsportale und neue Anbieter erhöhen den Druck, während Kunden zunehmend smarte, selbsterklärende und integrierte Energielösungen erwarten. Für Stadtwerke liegt die Herausforderung nicht nur darin, das Home-Energy-Management-System (HEMS) einzuführen, sondern es strategisch richtig zu verankern, um Endnutzern einen maximalen Mehrwert zu bieten.
Beitrag Nr. 3 der Veröffentlichungs-Reihe der Anbieter der Prosumer-Plattform Initiative.

Zusammenfassung
Der Wettbewerb im Energiemarkt verschärft sich: Vergleichsportale und neue Anbieter erhöhen den Druck, während Kunden zunehmend smarte, selbsterklärende und integrierte Energielösungen erwarten. Für Stadtwerke liegt die Herausforderung nicht nur darin, das Home-Energy-Management-System (HEMS) einzuführen, sondern es strategisch richtig zu verankern, um Endnutzern einen maximalen Mehrwert zu bieten.
Ein Blick zurück zeigt: Schon in den 2010er-Jahren scheiterten zahlreiche Smart-Home-Initiativen, weil sie technologisch interessant, aber strategisch unzureichend eingebettet waren. Dieser Fehler darf sich im HEMS-Markt nicht wiederholen. Nur wer Technik, Geschäftsmodell und Kundenerlebnis konsequent zusammen denkt, wird langfristig erfolgreich sein.
Gemeinsam mit gridX hat greenblocks das HEMS liya entwickelt, welches Stadtwerken eine automatisierte, kompatible und skalierbare Lösung zur Verfügung stellt, die sich nahtlos in bestehende Prozesse integrieren lässt, bei gleichzeitig minimalem Integrations- und Supportaufwand im Nachgang. Entscheidend ist dabei, das HEMS als strategisches Geschäftsinstrument zu verstehen.
1. Strategische Handlungsfelder
1.1 Technologie als Teil der Gesamtstrategie
Ein HEMS kann nur dann wirtschaftlichen Erfolg entfalten, wenn es Teil eines ganzheitlichen Geschäftsmodells ist. Dazu gehören eine strukturierte Go-to-Market-Strategie mit klarer Kundensegmentierung, gezielte Marketing- und Leadgenerierung, Service- und Supportstrukturen, die Kundenbindung ermöglichen, sowie ein Konzept zur datenbasierten Nutzung von Prosumer- und Flexumer-Verhalten. Zentral bleibt: Die Kundenhoheit muss übergreifend bei den Stadtwerken liegen. Nur so bleibt der Kundenzugang langfristig gesichert.

1.2 Kompatibilität als Erfolgsfaktor
HEMS-Projekte scheitern selten an der Vision, sondern an der richtigen Integration. Viele Systeme werben heute mit umfangreichen Kompatibilitätslisten. Entscheidend ist nicht, wie viele Geräte grundsätzlich angebunden werden können, sondern wie tief die Integration tatsächlich funktioniert. Der Teufel steckt im Detail: Reicht ein einfaches Monitoring mit manueller benutzerabhängiger Optimierung oder braucht es eine automatisierte, zuverlässige und skalierbare Lösung, die auch in der zukünftigen Energiewirtschaft Bestand hat? Gerade Faktoren wie Wetter, Preissignale oder Verbrauchsprognosen lassen sich von Nutzern manuell kaum erfassen oder laufend optimieren. Das erfordert ein System, das diese Variablen eigenständig, fortlaufend analysiert und Entscheidungen automatisch trifft.
liya beispielsweise deckt bereits rund 80% der in Deutschland relevanten Installationslandschaft (Wechselrichter, Batteriespeicher, Wärmepumpen und Wallboxen) tief integriert ab. Dabei wird das Portfolio kontinuierlich und sorgfältig erweitert.

1.3 Effizienz durch einfache Integration
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die Möglichkeit, das HEMS mit minimalem technischem Aufwand einzuführen. Modulare, auf Stadtwerke zugeschnittene Systemarchitekturen erlauben eine schnelle Implementierung ohne hohen Personal- und Kostenaufwand zu betreiben. Hierzu zählen u.a. die Integration der Stromtarife und den kundenspezifischen Netzentgelten.
1.4 Kundenbegeisterung statt Serviceaufwand
Kunden erwarten heute Anwendungen, die sich intuitiv bedienen lassen und ihnen die Arbeit abnehmen. Ein modernes HEMS sollte deshalb selbsterklärend, visuell klar strukturiert und mit minimalem Nutzereingriff steuerbar sein. Damit wird Kundeninteraktion nicht zum Aufwand, sondern zu einem Differenzierungsmerkmal. Dies gewährleistet weiterhin minimalen Supportaufwand auf Seiten der Stadtwerke und ermöglicht so eine wahre Kundenbegeisterung auszulösen.
1.5 Regulatorische und operative Sicherheit
Gerade Stadtwerke mit eigenem Installationsgeschäft müssen gesetzliche Vorgaben nicht nur sicher beherrschen, sondern auch den Kundennutzen im Blick haben. liya unterstützt die Anforderungen aus § 9 EEG und § 14a EnWG standardmäßig und bietet damit rechtliche Sicherheit bei gleichzeitiger Effizienz in Planung und Betrieb. Zusätzlich profitieren Kunden von spürbaren Vorteilen: Durch Push-Nachrichten erhalten sie Transparenz über ihren Energieverbrauch, können Drosselungen gezielt mit lokal erzeugtem oder gespeichertem Strom ausgleichen und erzielen so Einsparungen von bis zu 1.050 € pro Jahr. So wird die Integration regulatorischer Rahmenbedingungen zu einem festen Bestandteil des Geschäftsmodells, nicht zu einem Hindernis.
1.6 Unterschiedliche Ausgangslagen – passende Strategien
Nicht jedes Stadtwerk startet unter denselben Bedingungen. Zwei strategische Szenarien verdeutlichen die Vielfalt möglicher Wege:
2. Perspektive: Vom Prosumer zum Flexumer
Kunden werden künftig nicht nur selbst erzeugen, sondern auch aktiv auf externe Signale reagieren – etwa auf Strompreise, Netzlast oder Wetterprognosen. Aus Prosumern werden Flexumer, die Energieflüsse dynamisch anpassen und so Teil eines vernetzten, intelligenten Gesamtsystems werden.
Für Stadtwerke entsteht daraus ein neues Geschäftsfeld: die steuerbare Flexibilität ihrer Kunden wird zum handelbaren Gut. Durch Aggregation und intelligente Steuerung dezentraler Anlagen können sie Netzstabilität sichern, Lastspitzen ausgleichen und die Nutzung erneuerbarer Energie optimieren.
Gemeinsam mit greenblocks ermöglicht gridX diese Transformation: Beide Partner verbinden technologische Intelligenz mit marktorientierter Umsetzung. Dabei werden Erzeuger, Speicher und Verbraucher in Echtzeit verbunden, Daten kontinuierlich analysiert und automatisierte, skalierbare Steuerungsprozesse ermöglicht – lokal und übergreifend. So werden Stadtwerke befähigt, ihre Rolle vom Energieversorger hin zum aktiven Flexibilitätsmanager zu entwickeln und langfristig Wertschöpfung im digitalen Energiemarkt zu sichern.
3. Fazit
HEMS ist kein Trend, sondern eine strategische Notwendigkeit. Entscheidend ist nicht die Einführung einer Technologie, sondern deren Einbettung in ein konsistentes Geschäftsmodell. Mit liya bietet greenblocks eine Lösung, die automatisiert optimiert, breit kompatibel ist, minimalen Integrations- und Supportaufwand erfordert und gleichzeitig Kund:innen begeistert. So wird das HEMS zum strategischen Erfolgsbaustein im Prosumer- und Flexumer-Markt.